23. Jahrestagung der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik

Facetten der therapeutischen Beziehung

Datum: 23. - 24.09.2022

Fachgebiete:

Psychoanalyse, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie

Veranstalter

Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik
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Veranstaltungsort:

Universitätsklinikum Dresden
Fetscherstr. 74
DE 01307 Dresden
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Veranstalter:

Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik
am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik
Fetscherstraße 74
DE 01307 Dresden
Telefon: 0351 45819148
E-Mail: katrin.hospodarz@uniklinikum-dresden.de

Organisator:

Katrin Hospodarz
Fetscherstraße 74
DE 01307 Dresden
Telefon: 0351 458 19148
Telefax: 0351 458 5713
E-Mail: katrin.hospodarz@ukdd.de
Website: http://www.uniklinikum-dresden.de/pso

Buchung:

Onlinebuchung: http://www.ukdd.de/pso-jahrestagung-2022

Thema Fachgebiete
23.09.2022 14:10 Uhr - 15:05 Uhr
Das Ringen um die Erwartung

Ich möchte in meinem Vortrag zum einen darauf eingehen, wie schwierig es bei psychosomatischen Patienten mit ihrer typischen Biographie des Vernachlässigt-werdens, der Erfahrung von Gewalt und früher Ablehnung, mangelnder Spiegelung und entsprechender Identifikation mit dem Aggressor ist, Erwartungen, die ihrem Selbst entsprechen würden, aufrechtzuhalten und sich in der Therapie für eine Entwicklung dieser wahren Selbstanteile einzusetzen. In ihrem konkretistischen Denken fehlt es den Patienten an Möglichkeiten zur Mentalisierung, alles wird konkret erlebt, gewünscht, es gibt kaum Raum für Phantasie und Probehandeln. Sie kommen nicht in den Als-ob-modus.
Es geht mir in dem Vortrag darum, zu zeigen, wie wir diese Patienten ganz konkret unsere Empathie zur Verfügung stellen müssen, um das wahre Selbst dieser Patienten zu unterstützen, da es unter den beengenden feindseligen und vernachlässigenden Umständen ihrer frühen Kindheit fast ausgelöscht wurde. Dabei ist natürlich sehr darauf zu achten, dass wir genug Spielraum lassen, dem Patienten nicht unsere eigene Empathie sozusagen als neues falsches Selbst aufzudrängen, sondern ihn seine eigene Selbstwahrnehmung und –Entwicklung fördern zu lassen.
Es gilt die Hoffnung für die Entwicklungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, obwohl der Patient diese Entwicklung z. B. vom körperlichen zum seelischen Schmerz immer wieder bekämpfen muss und hintertreiben muss, um der befürchteten existentiellen seelischen Ohnmacht nicht ausgeliefert zu sein. Erst mit diesem Schritt, den Schmerz wieder im seelischen begreifen und erfahren zu können ist die Mentalisierungsfähigkeit des Pateinten angestoßen.


Referent: Dr. med. Wolfgang Merkle
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 15:05 Uhr - 16:00 Uhr
Highlights der Psychotherapieforschung zur therapeutischen Beziehung

Die Qualität der therapeutischen Beziehung wird bereits in den frühen psychoanalytischen Theorien als ein bedeutsamer Wirkfaktor für das Gelingen einer Psychotherapie angesehen. Spätestens seit Bordins pantheoretischer Konzeptualisierung erhält die therapeutische Beziehung auch von Seiten der kognitiven Verhaltenstherapie zunehmend Beachtung in Forschung und Anwendung und gilt inzwischen als der empirisch am besten gesicherte allgemeine Wirkfaktor von Psychotherapie. Doch trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung, sind viele Fragen der genauen Wirkmechanismen empirisch nicht vollends geklärt.
Zur Einstimmung auf das diesjährige Thema der Jahrestagung werden wir in unserem Vortrag zunächst einen kurzen Gang durch die Geschichte der therapeutischen Beziehung unternehmen und im Anschluss einige Highlights aus der Psychotherapieforschung und ihre praktischen Implikationen aufgreifen.


Referent: Dr. rer. medic. René Noack & Dipl.-Psych. Peter Beiling
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 1: Die therapeutische Beziehung als Wegbereiter der Mentalisierung

Referent: Dr. med. Wolfgang Merkle
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 2: Was treibt mich wirklich an? Techniken zur Bearbeitung von Alienation

Referent: Dr. rer. medic. René Noack & Dipl.-Psych. Peter Beiling
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 3: Therapieziele und therapeutische Beziehung

Referent: PD Dr. phil. Karin Pöhlmann
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 4: Gewaltprävention und Deeskalation im Klinikalltag

Referent: Rene Wallisch
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 5: Die therapeutische Beziehung in der Schematherapie – Besonderheiten körperorientiert erfahren

Referent: Rachel Raoul & Dipl.-Psych. Anke Förster,
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 6: Selbstbegegnung in der therapeutischen Beziehung – Ein kunsttherapeutischer Workshop

Referent: Dipl. Kunsttherapeutin Anne Walther
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 7: Therapeutische Beziehung im interkulturellen Kontext: Ressourcen und Barrieren

Referent: Dr. med. Rayshat Liyanov
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 8: Zwischen Mitgefühl und Überforderung – Beziehungsgestaltung zu Patientinnen und Patienten mit Persönlichkeitsstörungen

Referent: Dr. phil. Juliane Paul & Linda Sipos; M. Sc. Psych.
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
23.09.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr
Workshop 9: Ein Spagat zwischen Kindheit und Erwachsensein – therapeutische Beziehung in der Transitionsphase

Referent: Dr. med. Svetlana Yarina & Dipl.-Psych. Thomas Keil
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 09:00 Uhr - 09:55 Uhr
Geimpft, genesen, getestet und dann? Therapeutische Beziehung in Zeiten von Corona

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Martin Anton Teufel
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 1: Beziehung und Bezug: Was hat uns die Pandemie gelehrt?

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Martin Anton Teufel
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 2: Das Spannungsfeld zwischen Agency und Alliance – praktische Aspekte der therapeutischen Beziehungsgestaltung

Referent: Prof. Dr. med. Ulrike Dinger-Ehrenthal
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 3: Beziehungsanalyse

Referent: Prof. Dr. med. Peter Joraschky
Psychoanalyse, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 4: Das progressive therapeutische Spiegelbild – Eine kunsttherapeutische Methode

Referent: Dipl.- Kunsttherapeutin Maria Payer
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 5: Frische Prise – Humor in der therapeutischen Beziehung

Referent: Stefan Riedel
Krankenpflege, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 6: Beziehung von Anfang bis Ende der Therapie – Reflexion zu eigenen Fällen

Referent: Prof. Dr. med. Kerstin Weidner & Dr. phil. Andrea Keller
Psychoanalyse, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 7: Mein*e Patient*in versteht mich nicht mehr – was nun?

Referent: Dr. med. Sebastian Seifert
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 8: Zusammen ist man stärker!? Ein Drahtseilakt zwischen aktivem Mitmachen und Zuschauen/ Hören

Referent: Laura Nowak; Tanz- und Bewegungstherapeutin M.A.
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 10:10 Uhr - 12:25 Uhr
Workshop 9: Therapeutische Beziehungsgestaltung in der Behandlung (komplex) traumatisierter Patientinnen und Patienten

Referent: Dipl.-Psych. Julia Philippi & Dipl.-Psych. Michael Klose
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
24.09.2022 13:10 Uhr - 14:05 Uhr
Psychotherapie im Spannungsfeld zwischen Agency und Alliance

Unbestritten trägt eine positive Therapiebeziehung zur Erfolg einer Psychotherapie bei. Dabei definiert sich die therapeutische Allianz, also die gelungene Arbeitsbeziehung, neben der positiven emotionalen Verbindung durch eine Übereinstimmung  zwischen Patient*in und Therapeut*in zu Zielen und Aufgaben der Behandlung. Aktuelle empirische Befunde weisen daraufhin, dass positive Arbeitsbeziehungen tatsächlich einen Teil der Wirkung von Psychotherapie erklären können. Allerdings bewegt sich auch die therapeutische Beziehung im Spannungsfeld zwischen Verbundenheits- und Autonomiebedürfnissen. Welche Rolle spielt die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und „Agency“, also eigener Handlungs- und Steuerungsfähigkeit im therapeutischen Prozess? Wie unterscheidet sich dies je nach Vorbelastung und Persönlichkeit der Patienten? Der Vortrag gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zu Alliance und Agency und nimmt dabei auch das Therapieende in den Blick. Erst durch die gelungene Balancierung agentischer und bezogener Elemente in der Beziehung finden Patient*innen optimale Entwicklungsbedingungen im Therapieprozess.


Referent: Prof. Dr. med. Ulrike Dinger-Ehrenthal
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie
Veranstaltungsort:

Universitätsklinikum Dresden
Fetscherstr. 74
DE 01307 Dresden


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Turnus: keine Wiederholung

CME-Punkte: 12

Kosten: EUR 200,00

Erwartete Besucher: 200

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. med. Kerstin Weidner
Katrin.Hospodarz@ukdd.de

Tags/Schlagworte:
Psychosomatische Medizin, Psychotherapie, Psychotherapieforschung, Schematherapie, Kunsttherapie, Bewegungstherapie, Therapeutische Beziehungsgestaltung

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